
Svante, du hast mehrere Jahre in der kommunalen Verwaltung gearbeitet. Erzähle uns ein wenig über deine Erfahrungen dort.
In der Ausländerbehörde Bremerhaven habe ich die ganzheitliche Sachbearbeitung gemacht – von Anhörungen bis zur Erstellung von Aufenthaltstiteln und Duldungen. Das bedeutet täglicher Kundenkontakt und Betreuung der einzelnen Fälle von A bis Z.
Mir hat vor allem gefallen, dass man mit Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenarbeitet. Jeder Fall ist in sich geschlossen und bringt etwas Neues, auch wenn man in einem engen rechtlichen Rahmen arbeitet. Man hilft Menschen weiter, und es ist hochgradig spannend, weil jeder Fall eine neue Herausforderung ist.
Was hat dich bewogen, von der öffentlichen Verwaltung zu einem GovTech-Startup zu wechseln?
Ich glaube einfach an das Potenzial von generativer KI, gerade wenn es um Entlastung für den Sachbearbeiter geht. KI-Chatbots und Voicebots im First-Level-Support können wirklich eine Menge an Anfragen direkt lösen. Für meine Arbeit in der Ausländerbehörde hätte das viel vereinfacht, gerade rund um administrative Vorgaben wie „Was brauche ich für meinen Aufenthaltstitel?" habe ich immer wieder die gleichen Fragen beantworten müssen.
Das hat nichts damit zu tun, dass eine KI jemandem die Arbeit wegnimmt. Eine Einzelfallbetrachtung bedarf immer noch den Menschen. Aber es ist natürlich hilfreich, wenn ich eine KI im Einsatz habe, die mir meine Daten aufbereitet.
Bei neuraflow kann ich meine Erfahrung aus dem öffentlichen Dienst einbringen, und genau diese Lösungen voran zu bringen. Im Beratungsgespräch mit einer Behörde oder Kommune kann ich schnell einordnen, was dort die Herausforderungen sind, wo das Potenzial liegt und wo konkret der Mehrwert beim Einsatz ist. Und in der Produktentwicklung bringe ich mein Verwaltungswissen aus der Praxis in die Produktentwicklung ein, das finde ich besonders spannend.
Wenn du dir vorstellst, wie dein früherer Arbeitsplatz in drei Jahren aussehen könnte: Was wäre anders?
Ich hoffe, dass generative KI in der Bürgerkommunikation schon bald gezielt überall da eingesetzt wird, wo es sinnvoll ist. Standardfragen werden sofort, kompetent und gleichbleibend freundlich beantwortet, niemand muss sich mehr durch unübersichtliche Websites klicken, wenn er Fragen hat. Gut gemachte, mehrsprachige Chatbots mit einer spezifischen Wissensbasis sind gerade für die Menschen, deren Fälle ich früher bearbeitet habe, das perfekte Tool. Bisher erklären die Mitarbeiter verschiedenen Menschen in verschiedenen Sprachen immer wieder das Gleiche. Das kostet unheimlich viel Zeit und Nerven. KI-Lösungen können das schon heute schneller und häufig besser.
Was ich mir für meine ehemaligen Kollegen für die Zukunft definitiv wünschen würde, ist der KI-Schreibtisch als Standard. Also eine Anwendung mit hilfreichen intelligenten Funktionen und Schnittstellen zu den relevanten Daten. Das würde die Arbeit dort wirklich enorm vereinfachen.
Im Ergebnis würde die Verwaltung transparenter und offener, es entsteht mehr Bürgernähe. Heute sind Behörden für den normalen Bürger noch zu häufig negativ besetzt. Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass sich das ändert.
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